Detektivwachtmeister Philipp von Burg
Detektivwachtmeister Philipp von Burg, gespielt von László I. Kish, hat einen Großteil seiner kriminalistischen Ausbildung bei Scotland Yard absolviert. Seine in London gescheiterte Ehe war ein Grund für ihn, in die Schweiz nach Bern zurückzukehren. Doch so ganz lässt in seine Vergangenheit in England nicht los: er hat es sich angewöhnt, den Tee selbst aufgebrüht zu trinken, am liebsten Earl Grey.
Kommissar von Burg ist zielstrebig, braucht Zeit und Platz zum Arbeiten und Nachdenken. Er ist ein geduldiger Mensch, der bei Verhören nur selten laut wird. Das Schreiben von Protokollen ist ihm zuwider, das überlässt er lieber den Kollegen.
Philipp von Burg stammt aus einer alten Basler Adelsfamilie. Der Kriminalist, Mitte der 1950er Jahre geboren, gilt als kaltschnäuzig und ungemütlich. Im Kommissariat in Bern ist Kommissar Markus Gertsch anfangs alles andere als begeistert, dass sein ehemaliger Chef Reto Carlucci ihn für die Zusammenarbeit mit dem Individualisten von Burg empfohlen hat. Aber je länger die beiden Ermittler zusammenarbeiten, desto vertrauter wird ihr Umgang miteinander. Im Laufe der Zeit wird trotz der gegensätzlichen Charaktere ein erfolgreiches Ermittlerteam aus von Burg und Gertsch. Aus Kollegen werden schließlich Freunde.
Wachtmeister Markus Gertsch
Wachtmeister Markus Gertsch, alias Ernst C. Sigrist, kommt aus dem Streifendienst in die Mordkommission Bern. Mit seinem Vorgesetzten Reto Carlucci war er befreundet; trotz der Diensthierarchie arbeiteten beide gemeinsam an ihren Fällen. Der neue Chef des Kommissariats, Philipp von Burg, wird zwar von seinem Freund Carlucci empfohlen, doch dessen seltsame Marotten und Angewohnheiten stoßen bei Gertsch zunächst auf Ablehnung. Von Burgs Vorliebe für den langsamen Genuss von Tee teilt Hauptkommissar Gertsch ganz und gar nicht, der trinkt seinen Kaffee lieber „to go“ aus Plastikbechern.
Die beiden Kriminalisten arbeiten mit der Zeit immer besser zusammen, vor allen Dingen deshalb, weil es eine klare Aufgabenteilung gibt: Gertsch muss stets die Protokolle schreiben und häufig ist er es auch, der die Vernehmungen durchführt, zu denen von Burg keine Lust hat. Hauptkommissar Gertsch spricht schlecht Englisch, sein Chef dafür umso besser. Oftmals ärgern sich die beiden Ermittler gegenseitig – und haben großen Spaß daran.
In der Vergangenheit war Markus Gertsch als Boxer erfolgreich, heute interessiert er sich mehr für die Eishockeyspiele des SC Bern.
Der Detektivwachtmeister von Burg und der Hauptkommissar Gertsch bildeten zwischen 1993 und 2002 in neun Fällen ein Ermittler-Team. Ihr erster gemeinsamer Einsatz flimmerte am 6. Juni 1993 mit der Tatort-Folge 276 „Gehirnwäsche“ über die deutschen Fernsehbildschirme.